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Die häufigsten Fragen und die Antworten dazu als Download - aktualisiert am 29.08.2017
Die 15 häufigsten Fragen und die Antwort[...]
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Die 15 häufigsten Fragen und die Antworten dazu - Stand 29.08.2017

 

1. „Was bedeutet VETO?

Definition (Quelle @ Duden): „Ein Veto (besonders Politik) ist ein offizieller Einspruch, durch den das Zustandekommen oder die Durchführung von etwas verhindert oder verzögert wird. Ein Veto ist ein Recht, gegen etwas ein Veto einzulegen“ [hier in Bezug auf z.B. Abschiebungen in Kriegsgebiete, Arbeitsverbote, Sabotage bis Willkür gegen Integrationsbemühungen und Familienzusammenführung].

 

2. „Was ist VETO?“

UNSER VETO ist eine gesellschaftspolitische Willensbekundung einer Gemeinschaft von ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern, die sich über ihre gemeinsamen Werte und Ziele verbunden wissen. Unsere Werte spiegeln sich im Grundgesetz wieder. Wir stehen für eine pluralistische, offenherzige Gesellschaftsordnung. Wir sind eine typische Graswurzelbewegung, die aus der sozialen Mitte der Zivilgesellschaft durch selbstlose Hilfsbereitschaft, durch Hingabe zur Menschlichkeit und aus dem Glauben ans Grundgesetz entstand. Wir bilden die Gemeinde der Ehrenamtlichen. Wir sind viele, sehr viele! Wir sind nur noch nicht alle organisiert! „Unser Veto“ ist ein Rufname. Unser Familienname ist der „Dachverband der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer Deutschlands“.

 

3. „Wer alles ist VETO?

UNSER VETO sind Sie, ich und einige tausend Mitglieder. Ich, Raffael Sonnenschein, fungiere derzeit lediglich als Sekretär (Lastenesel) bzw. als Gründer und Projektleiter. Meine Hauptaufgaben sind die Mobilisierung von Zehntausenden Mitgliedern bis zum ersten Bundeskongress sowie die Durchführung der ersten nationalen Delegiertenwahlen in den Landkreisen. Zudem verleihe ich der Organisation im Dachverband die ersten Konturen und Formen. Selbstredend haben wir Unterstützer*innen in allen Bundesländern. Derzeit arbeiten wir aus zeitökonomischen Gründen hauptsächlich online und telefonisch zusammen. Wir werden demnächst die Delegierten Bewerbungen aus den Landkreisen online zu stellen. Gewählte und damit demokratisch legitimierte Delegierte aus 404 Landkreisen und kreisfreien Städten übernehmen später das Ruder. Auf dem Bundeskongress 2018 werden dann 1.000 Delegierte aus der gesamten Bundesrepublik, bewährte Akteure der Flüchtlingsarbeit, bestimmen, wie sich der Dachverband ausrichten soll.

 

4. „Ist VETO politisch?

Ja, gesellschaftspolitisch. Parteipolitisch? Nein. Ich selber bin in keiner Partei Mitglied! So sehr ich mir auch eine Einmischung als parteiloser Flüchtlingshelfer in die Bundespolitik gewünscht hätte, musste ich sehr bald erkennen, dass leider alle fünf Parteien im Bundestag ohne Ausnahme, Abschiebungen in Kriegsgebiete vollziehen bzw. mindestens dulden. Darum konzentriere ich mich persönlich nun auf den Dachverband und hoffe, dass die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer sich diese Synenergien im Dachverband zunutze machen. Alle haben eine Lobby, warum nicht auch die Ärmsten bzw. die Ehrenamtlichen? Darum, Unser Veto.

 

5. „Wo entstand die Idee zu VETO?“

Der emotionale Ursprung von UNSER VETO liegt in der Außenstelle des BAMF in München in der Boschetsrieder Straße 41. Hier arbeitete ich bis Oktober 2015 als Sachbearbeiter mit einem befristeten Arbeitsvertrag im AVS-Bereich. Der zynische Umgang meiner Vorgesetzten mit Asylbewerbern verletzte zutiefst nicht nur die Würde der Menschen. Hier wurde vor meinen Augen die Rechtsstaatlichkeit massiv gebeugt. Der historische Ursprung von Veto liegt in Landsberg am Lech. Am 25.August 2015 begann ich wie viele hunderte andere auch in den Landsberger Unterkünften, mich um die Integration unserer Neubürger zu kümmern. Ich realisierte eine Fußballmannschaft, Joggen, Eislaufen, Chorproben und Theaterworkshops. Wir wurden im Stadtlauf Mannschaftsmeister (siehe hierzu auch Beiträge unter „Pressespiegel Historie“). Durch einige wenige Integrationsverweigerer in der Kommunalregierung und in den Verwaltungsbehörden wurde unsere Arbeit sukzessive geschnitten und behindert. Ich sah wie es anderen Flüchtlingshelfern, nicht allen, aber vielen ähnlich erging und beschloss einen Verein zu gründen. Mit Hilfe einer rechtsstaatlich geschützten gemeinnützigen Gemeinschaft hatten wir die Hoffnung bei den Kommunen Fördermittel für ein Nachhilfezentrum und eine Jobbörse zu beantragen und diese Projekte als selbstständiger Verein ohne eine stetig zunehmende Bürokratisierung zu realisieren. Am 14.Juni 2016 wurde diese Vorstellung endgültig zur Illusion. Vom Kreistag wurden beide Anträge abgelehnt. Mit der Begründung es wäre kein Geld da. Daraufhin stimmten 87% der Vereinsmitglieder einem Warnstreik zu. Dieser fand am 1.Oktober 2016 statt und mobilisierte über die Landkreisgrenzen hinaus hunderte von Helferkreisen mit ähnlichen Erfahrungen. Selbst der nationale Rat der Migration nahm Kenntnis davon. Dessen Vorsitzender Prof. Dr. Schiffauer erwähnte uns in seinem Buch „Eine Zivilgesellschaft im Aufbruch“ als „die erste soziale Bewegung in der Flüchtlingsarbeit“. Was wiederum für einen kleinen Verein eine große Ehre ist.

 

6. „Wann entstand die Idee zu VETO?“

Die Idee erwähnte ich zum ersten Mal öffentlich am 26.11.2015 auf einer regionalen Konferenz vor ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern. Dann wieder vor dem Warnstreik am 1.10.2016. Einmal mit dem Protest begonnen war der Damm in Deutschland gebrochen und wir bekamen Anfragen aus vielen Bundesländern den Warnstreik bundesweit zu wiederholen. Ich bemerkte bundesweit eine riesige Nachfrage nach einer eigenen Organisation der Flüchtlingshelfer. Im Rücken gestärkt wurden wir nach dem Warnstreik im Bayerischen Staatsministerium empfangen. Wir waren drin, aber weiter geht es dann eben auch nicht. Auch in Berlin nahm man Notiz von uns. Die Gespräche am 14.03.2017 im Bundeskanzleramt gingen über 3 Stunden. Der Austausch war konstruktiv. Wir waren drin, aber weiter ging es dann eben auch hier nicht. Ich spürte sehr schnell, dass sich die Bundesregierung erst dann bewegen wird, wenn wir ihr schriftlich belegen und visualisieren, dass wir viele sind, sehr viele Wählerstimmen und nicht nur ein „Zwergenverein“ aus dem Süden.

 

Die Idee eines bundesweiten, großen Dachverbands, der die Interessen der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer (damit verbunden sind auch automatisch, die der Schutzsuchenden) konsequent und authentisch gegenüber der Bundesregierung vertritt, war geboren. Über die bundesweite Präsenz in den Medien erreichten uns die ersten 1.000 Unterstützungsmails. Das war ein erster Anfang. Um aber wirklich etwas zu bewegen, bei weitem nicht ausreichend. Im Vergleich hierzu, haben die alternativen Rechtspopulisten sich mit 26.409 Mitgliedern bereits bundesweit organisiert. Trotz fehlender finanzieller Unterstützung, ohne Büro und Arbeitsmittel, begann ich einfach der Idee Konturen, Formen und eine Heimatseite (Webseite) zu geben. Am 15.Mai 2017 bewarb ich diese zum ersten Mal über die Sozialen Medien. Heute (August 2017) zählen wir bereits rund 7.500 schriftliche Beitrittserklärungen aus 209 Landkreisen in 16 Bundesländern. Ununterbrochen werden es mehr und der Dachverband wächst täglich weiter.

 

7. „Was für Ziele hat der Dachverband?“

Nur gemeinsam werden wir nennenswert etwas bewirken. Wir können die diversen Strömungen unter einem Dach einen, wenn wir uns alle auf einen gemeinsamen Nenner einigen wie Vernunft und Menschlichkeit. Es ist unser gemeinsames Ziel bundesweit Menschlichkeit und Vernunft in der Flüchtlingspolitik durchzusetzen und damit die aktuelle Flüchtlingspolitik zur Umkehr zu bewegen. Dafür möchte Veto die konservativen und die progressiven Kräfte unter den Ehrenamtlichen einen, damit sie gemeinsam eine starke Stimme gegenüber der neuen Bundesregierung erhalten.

 

8. „Wie möchte der Dachverband seine Ziele erreichen?

Unabhängig. Die ganze Welt hat unsere Hilfsbereitschaft anerkannt, damit ist die Willkommenskultur unzertrennlich mit unserer Zivilgesellschaft verbunden, mit keiner Institution, mit keinem bestimmten Namen. Ein Dachverband einer freiwilligen Bewegung der namenlosen Ehrenamtlichen sollte nicht durch staatlich subventionierte Institutionen oder staatliche finanzierte Stellen geführt werden. Die Ehrenamtlichen können sich, nein sie müssen sich schon selbst anleiten, sonst ist ihr Alleinstellungsmerkmal (auch „USP“ genannt) gänzlich verloren. Eine Bewegung die ihren ureigenen Charakter verliert, hat schon verloren. In diesem Sinne ist UNSER VETO ein Garant für die Unabhängigkeit und den Charakter unserer Hilfsbereitschaft. Autark. Wenn bei den avisierten 20-40.000 Mitgliedern jedes 5.Mitglied irgendwann ein Fördermitglied der Stiftung werden könnte, hätten wir ein ergiebiges Budget mit dem wir unsere eigene Infrastruktur, Büros und Arbeitsplätze aufbauen, Kampagnen supporten und gesellschaftspolitische Bildungsarbeit leisten könnten. Selbstbewusst. Wir müssen uns nicht verstecken. Wir sind viele, sehr viele. Wir müssen uns nur organisieren. Auch das macht UNSER VETO.

 

Gemeinschaftlich. Veto will die konservativen und die progressiven Kräfte unter den Ehrenamtlichen einen, damit sie gemeinsam eine starke Stimme gegenüber der neuen Bundesregierung erhalten. Alle haben eine Lobby, warum nicht auch die Ärmsten bzw. deren Betreuer und Pateneltern? Was wir jetzt mehr denn je brauchen ist eine Große Koalition der Ehrenamtlichen. Die Ehrenamtlichen können weiter ihren eigenen Weg gehen. Authentisch ist man nicht ab und zu. Wenn wir jetzt resignieren, dann bleibt von unser historischen Leistung nur ein Scherbenhaufen übrig. Wer jetzt noch immer mit den Obergrenzern kuscheln möchte, der vergibt die Chance, Großes für unser Land und für die nächsten Generationen nachhaltig zu hinterlassen. Wir haben unserem Land ein freundliches Gesicht geschenkt. Gut so. Mit dem Dachverband können wir einer epochalen Bewegung der Mitmenschlichkeit und historischen Leistung der Zivilgesellschaft eine nachhaltige Infrastruktur für die kommenden Generationen schenken.

 

 

9. „Wie möchte VETO die Große Koalition unter Flüchtlingshelfern erreichen?

Ob jetzt die einen dafür plädieren Steuergelder einzusparen und deswegen sich gegen Arbeitsverbote engagieren oder die anderen betonen, dass Eigentum verpflichtet und wir die Pflicht und Verantwortung haben von unserem Wohlstand etwas abzugeben, beide sind letztendlich gegen Arbeitsverbote. Diesen Umstand sollte man als Synenergie dem Dachverband zunutze machen. Gemeinschaftlich mit hoffentlich über Zehntausende Mitglieder, könnten wir so einiges erreichen. Der Dachverband muss dabei nicht als Institution auf ewig angelegt sein, Bewegungen können einander ablösen. So können einzelne Strömungen vielleicht in drei bis vier Jahren wieder eigene Wege gehen. Für eine Einigung zwischen Konservativen und Progressiven müssen beide Seiten von extremen Positionen abrücken bzw. Abstriche machen. Ob nun auf der einen Seite, die auch unter deutschen Arbeitnehmern geächtete Forderung nach 1-Euro Jobs oder auf der anderen Seite, diejenigen die für alles und jeden einen Freifahrtschein ausstellen wollen oder gar eine Eskalation herbei schwören, alle müssen sich jetzt zurücknehmen, zusammenreißen und mit gemäßigter Zunge sprechen. Es geht allein um die gute Sache. Der Dachverband ist - wir sind - die Soziale Mitte der Zivilgesellschaft als solche müssen wir in Erscheinung treten.

 

10. „Warum brauchen wir einen Dachverband?

Die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer in Deutschland befinden sich in einem Dilemma. Sie wollen einerseits an ihren Idealen festhalten – wie einem Abschiebestopp in Kriegsgebiete – und zugleich zur Bundestagswahl Politik mitgestalten. Die Hunderttausenden Flüchtlingshelfer sind eine nicht zu unterschätzende Macht: Zählt man ihr nahes Umfeld, bestehend aus Freundeskreis und Familienangehörigen hinzu, so kommen wir auf mehr als zwei Millionen Wählerstimmen. Das sind mindestens fünf Prozent der Stimmen, die zur Wahl am 24.September voraussichtlich abgegeben werden. Doch wenn sie zur Wahl gehen, müssen sie ihre Ideale über Bord werfen: Denn zum Beispiel können sich Pateneltern von Flüchtlingskindern den Behörden nicht erwehren, wenn diese ihre Schutzbefohlenen aus dem neuen Familienglück wieder entreißen, um sie abzuschieben und damit sie neuen Gefahren auszusetzen. Sollen genau diese vorbildhaften Bürger hierzu am 24.September zur Bundestagswahl per Kreuz ihren Segen erteilen? Nein, an der Urne gibt es keine Wahlmöglichkeit, die Abschiebepolitik zu beenden. Es ist das Dilemma der Flüchtlingshelfer, dass alle fünf Parteien, die derzeit im Bundestag vertreten sind, die Abschiebung in Kriegsgebiete befürworten oder zumindest dulden. Keine Partei vertritt unsere Ideale konsequent und authentisch. Nachdem die Flüchtlinge 2015 Willkommen geheißen wurden, heißt es jetzt vor der Wahl Abschrecken um jeden Preis. Jahrelang Geduldete wie hier geborene Musterschülerinnen oder längst integrierte Arbeitnehmer werden abgeschoben. Was unser Land heute dringend braucht, ist nicht noch eine Partei sondern eine neue emanzipatorische Bürgerbewegung wie die Flüchtlingshelferbewegung, die sich für eine Umkehr in der Flüchtlingspolitik mit Vernunft und Menschlichkeit einsetzt.

 

11. „Reichen die bereits bestehenden Institutionen und Strukturen nicht aus?

Jede*r wird bestätigen können, dass landauf landab bundesweit mindestens eine halbe Million Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer*innen unterwegs sind. Sie sind überwiegend nicht organisiert. In keinem Verband, in keiner Institution. Das hat auch bestimmte Gründe. Es sind viele Ehrenamtliche darunter, die gerne unabhängig bleiben möchten und es eigentlich lieber begrüßen würden, wenn sie eine eigene Stimme bekommen, quasi eine eigene Lobby. Eine halbe Million Ehrenamtliche bedeutet im Umkehrschluss, dass für alle Verbände und Institutionen genug Potential für Neumitglieder vorhanden wäre und wir nicht auf bereits bestehende Mitgliedschaften anderer aus sind. Wir fokussieren uns auf die riesige Anzahl der in der Flüchtlingsarbeit zivilgesellschaftlich Engagierten. Metaphorisch kann man den Dachverband als „Regentonne verstehen, die das kostbare Regenwasser auffängt damit es nicht für immer ungenutzt im Boden versickert“. Es ist der erste Verband seiner Art, ein Verband - von, für, mit - Ehrenamtlichen. Ein Verband, dessen Interessen und Ziele automatisch selbstredend auch allen Schutzsuchenden zu Gute kommt.

 

Schließlich sollte man hier auch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Institutionen, die meist schon seit Jahrzehnten tätig sind, agieren mit einem sicheren finanziellen Polster im Rücken und haben zum Teil jährlich ein Millionen-Etat zur Verfügung. Im direkten Vergleich hierzu haben wir 0, nicht mal die Tinte zum drucken. Wohlfahrtsverbände genießen die staatliche Förderungspflicht bei öffentlichen Ausschreibungen (Subsidiaritätsprinzip), d.h. jährlich gesicherte Budgets für Personal sowie zusätzliche Fördermittel. Nichtsdestotrotz konnte man sie genau deswegen auch unter Druck setzen wie bereits geschehen. Wir werden versuchen autark und unabhängig zu bleiben und uns über eine eigene Stiftung zu finanzieren. Selbstverständlich schätzen wir uneingeschränkt die selbstlose Arbeit aller unserer Kollegen in der Flüchtlingsarbeit, ehrenamtlich und hauptamtlich, und werden sie nachwievor überall unterstützen wo wir nur können. Es spricht auch grundsätzlich nichts dagegen mit allen Institutionen und Verbänden punktuell zusammenzuarbeiten. Allerdings ist es auch angenehm ein Dach überm Kopf zu haben und etwas sein eigen zu nennen. Der Dachverband ist letztlich ein Plädoyer für die Unabhängigkeit unserer Freiwilligkeit.

 

12. „Wie ist der Dachverband aufgebaut?

UNSER VETO gliedert sich in drei Säulen. Alle drei sind gleich wichtig. Im allgemeinen ist das der Dachverband mit all seinen Gremien, der das gesellschaftspolitische Engagement verkörpert und die Ehrenamtlichen in der Öffentlichkeit vertritt.  Hinzu kommt der sog. „Gewerkschaftsflügel“, welcher vorwiegend für die Kampagnen und die Mitgliedermobilisierung zuständig ist. Zudem arbeiten wir an einer Stiftung, welche den Dachverband autark und finanziell unabhängig halten soll. Die Mitgliedschaft beim Dachverband VETO ist in allen seinen Gremien und Unterverbänden für Ehrenamtliche, Helferkreise, Initiativen kostenfrei - unser Grundprinzip. Dieser vereinfachte Prozess erleichtert die Teilnahme am Dachverband ohne ein langatmiges Prozedere. Wer möchte kann zu einem späteren Zeitpunkt Fördermitglied der Stiftung werden. Muss das aber nicht.

 

Wir streben eine repräsentative Vertretung für den Bund an, verteilt über alle 401 Landkreise und kreisfreie Städte in allen 16 Bundesländern. Dies wäre ein weiteres überzeugendes Argument gegenüber der Bundesregierung und eine starke Verbesserung der eigenen Ausgangsposition bei Verhandlungen. Nachdem wir unser 1.Etappenziel, die bundesweite Verteilung in allen Landkreisen und kreisfreien Städten erreichen, möchten wir vor Ort öffentliche Wahlen abhalten um für jeden Landkreis die beiden Delegierten für den 1.Bundeskongress demokratisch zu ermitteln. Zugleich sind diese beiden die Landesdelegierten für die 1.Landeskonferenz der zukünftigen Landesverbände in den jeweiligen Bundesländern.

 

In einigen Monaten können wir an einem noch festzulegenden bundesweiten „VETO-Wahlsonntag“ über transparente Wahlen in den Landkreisen ein breites öffentliches Interesse für unsere Arbeit wecken. Delegierte werden können nur die Mitglieder in unserem Dachverband, aber wählen dürfen an diesem Tag alle Flüchtlingshelfer im Landkreis, auch Nicht-Mitglieder. Auf diesem Wege schotten wir uns nicht ab und bleiben für alle offen. Wir gewinnen dadurch eine demokratische Legitimation als Dachverband der Ehrenamtlichen bundesweit zu fungieren. Landkreisdelegierte repräsentieren ihren Landkreis nicht nur im Bund sondern auch auf Landesebene. Quasi als Wegbereiter für die sich noch entwickelnden Landesverbände im Bund. Nach ihrer Wahl werden sich alle Landesdelegierten eines Bundeslandes zur ersten Landeskonferenz versammeln. Nach der ersten Landeskonferenz bilden sie gemeinsam die einzelnen Landesverbände im Dachverband. Auf der ersten Landeskonferenz kann man sich landesweit austauschen und sich auf den ersten Bundeskongress, der auch den Arbeitstitel "Deutschlandkongress" trägt, gemeinsam vorbereiten.

 

Wenn einmal die Teilnehmer des 1.Bundeskongresses ermittelt sind, beginnen wir mit der Organisation. Als Vorbereitungszeit haben wir mindestens 4 Monate eingeplant. Wir werden zig Freiwillige [ Orga-Helfer*innen für Registrierung, Catering, Security, Technik ] benötigen um den Bedürfnissen der 1.000 Gäste auf dem ersten Bundeskongress gerecht zu werden. Aufgrund der zentralen Lage in Deutschland, werden wir diesen "Deutschlandkongress 2018", in einer Stadthalle bei Frankfurt am Main, in die Wege leiten. Rund 1.000 Delegierte aus allen Landkreisen und kreisfreien Städten werden hier die zukünftige Infrastruktur, Satzung und Abläufe in den Gremien u.v.m. festlegen. Insbesondere werden sie über die bundesweit gemeinsamen Vorstellungen und Forderungen der Ehrenamtlichen in Deutschland debattieren und entscheiden. Der Dachverband hat dann demokratisch legitimiert das Mandat der Flüchtlingshelfer Deutschlands um, abhängig von der Anzahl seiner Mitglieder, großen Einfluss auf die zukünftige deutsche Flüchtlingspolitik zu nehmen.  

 

Auf dem Bundeskongress wird der Veto-Bündnisrat gewählt, rund 50 Delegierte aus 16 Bundesländern. Der Veto-Bündnisrat soll Apelle, Forderungen in die Öffentlichkeit tragen und situationsbezogene Maßnahmen und Kampagnen beschließen und zwischen den Kongressen die Verbandskommunikation aufrecht erhalten. Zudem soll er den Aufbau der Landesverbände stützen. Des Weiteren bereiten wir die Gründung einer Förderstiftung vor, damit finanzielle Mittel für eine bundesweite Infrastruktur akquiriert werden, die dem Wert und der Größe unseres Verbandes angemessen wäre. Hierzu werden wir ein Kuratorium einrichten, dass mit der Aufsicht der Stiftung beauftragt wird.

 

Sofern wir in den nächsten Monaten nicht zahlentechnisch auf 30.000-40.000 Mitglieder anwachsen, werden wir unsere bundesweiten Ziele kaum erreichen und unsere gesellschaftspolitischen Vorstellungen auch nicht durchsetzen. Dann wäre der Sinn für einen Dachverband nicht mehr gegeben bzw. wir brauchen dann auch keinen. Dann wäre UNSER VETO überflüssig. Ohne einen kräftigen in allen Landkreisen vertretenen, bundesweit repräsentativen Verband können wir als politisches Gremium keinen Druck auf die politischen Verhältnisse ausüben. Der Ball liegt nun bei Ihnen und den Helferkreisen.

 

13. „Wer leitet den Aufbau vom Dachverband ein?

Als Initiator bin ich, Raffael Sonnenschein, der erste Lastenesel um den Dachverband so bald als irgend möglich auf seine eigenen Füße zu stellen. 48 Jahre junger deutscher Junggeselle, parteilos aber nicht g’ttlos. Ich habe ein Jahrzehnt an Vertriebserfahrung als Konzeptionist im Sozialen Marketing. Viele Jahre konnte ich zudem als freiberuflicher Dozent in der Erwachsenenbildung meine interkulturelle Kompetenz vertiefen, als Job Coach und Kundenbetreuer fundierte Kenntnisse aneignen. Gerne möchte ich mit dem Wochenende des ersten Bundeskongresses meine Aufbauarbeit zum Abschluss bringen.

 

14. „Wie finanziert sich die Aufbauleitung bis zum Aufbau einer Stiftung?

Ich investiere einen Teil meiner Lebenszeit, kostbar und unumkehrbar. Gelegentlich unterbreche ich meine ehrenamtliche Hauptarbeit für den Dachverband, um neben zu als Dozent Workshops und Seminare zu gestalten, Vorträge zu halten oder Marketingkonzepte zu erstellen. Ohne die Unterstützung jedoch sozial engagierter Unternehmer und Mitmenschen wäre dies in solch einem zeitlichen Umfang, „24/7“, gar nicht möglich. Vielen Dank dafür.

 

15. „Wie kann man VETO aktiv unterstützen?

● Sie können den Dachverband zum Vortrag einladen und diese Veranstaltung vor Ort bewerben

● Sie können als VETO-Botschafter im Netz Informationen über den Dachverband posten und teilen

● Sie können sich als Landkreisdelegierte*r bewerben und Ihren Landkreis repräsentieren

● Sie können die öffentlichen Wahlen der Delegierten ordnungsgemäß im Landkreis durchführen

● Sie können innerhalb der Antragskommission zum Deutschlandkongress wirken

● Sie können im freiwilligen Organisationsteam auf dem Deutschlandkongress mithelfen

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