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FÜR MEHR MENSCHLICHKEIT
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https://www.br.de/mediathek/video/die-csu-und-die-obergrenze-horst-seehofer-zur-obergrenze-fuer-die-begrenzung-der-zuwanderung-av:5a3c8d5200b072001cd08083

Der designierte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) © Mediathek, Bayerischer Rundfunk,  Foto © fdi/dpa/Reuters

Bundesweite Abstimmung/Ergebnis

 

Pressemitteilung

 

München, 14.03.2018. Der Bundesverband der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer hat vom 3.März bis einschließlich 13.März 2018 eine Online Umfrage unter 1.000 Ehrenamtlichen aus 16 Bundesländern durchgeführt.  Hier die wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie. Zu beachten: Die meisten Ehrenamtlichen sind über die Helferkreise in den Unterkünften engagiert (66%), jedoch sind ein Drittel mittlerweile nur noch als Einzelkämpfer vor Ort, da viele Helferkreise sich bereits aufgelöst haben.

 

Exemplarische Antworten der Befragten:

 

„ich bin "einzeln" - "unser" Helferkreis hat sich leider schon in 2015-2016 wieder aufgelöst, dank der Behördenmühlen, Arbeitsverbote etc.“

 

„Unser Helferkreis ist nach wie vor mit unzähligen Wochenstunden und einem tollen Team beschäftigt allerdings ist das Team deutlich beschaulicher als noch vor zwei Jahren, auch wenn es hin und wieder neue Helfer gibt.“

 

„Wir haben seit 2015 jährlich etwa mit der Halbierung der aktiven ehrenamtlichen Helfer für Migranten zu tun. Eine Erfahrung, die wir nicht nur in unserer Gemeinde haben, sondern sie ist im gesamten Landkreis, wo wir mit vielen Hilfsorganisationen zusammenarbeiten, genauso zu spüren. Von unseren ehemals ca. 80 Helfern (2015) sind weniger als 20 übrig!“

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Vor genau einem Jahr wurde bundesweit die Kampagne für ein Bündnis der Menschlichkeit - Unser Veto - ins Leben gerufen. Dieser Bundesverband hat mittlerweile 9.627 ehrenamtliche Mitglieder verteilt auf 241 Landkreise in 16 Bundesländern. Rund 41.338 Ehrenamtliche haben bereits unsere Plattform online kontaktiert. Allerdings hat sich die Bundesrepublik seither dramatisch verändert. Die größte Oppositionspartei im Bundestag fordert den Entzug der Staatsbürgerschaft für kritisch-denkende Nachfahren der Gastarbeiter. Gemeinnützige Tafeln mangelt es an interkultureller Kompetenz um Probleme angemessen zu adressieren. Sie lassen eine Sensibilität insbesondere beim Thema Diskriminierung vermissen und kränken dabei ganze Bevölkerungsteile. Mr. Obergrenze wird Bundesinnenminister und damit Herr über das BAMF, über Asyl und Abschiebung. Macht ein Verband unter diesen Voraussetzungen noch Sinn? Was kann da noch ein Bundesverband der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer ausrichten?  Welche Sätze soll ein Verband mit einem CSU-Bundesinnenminister wechseln, wenn sein Vokabular nur über zwei Wörter verfügt: Obergrenze und Abschiebung. Wie sehen die Ehrenamtlichen die Ernennung Horst Seehofers zum Innenminister? 2,6 % haben für Herrn Seehofer gestimmt bzw. meinten, es spielt keine Rolle wer Innenminister wird.

 

Exemplarische Antworten der Befragten:

 

„Was für eine Aussage hätte es, wenn wir als ehrenamtliche Flüchtlingshelfer „dagegen“ wären. Wir haben weder die Entscheidung, noch irgendeinen Einfluss darauf.“

 

„Er wird nach allen demokratischen Regeln in dieses Amt eingesetzt. Wir leben in einer Demokratie und die müssen wir respektieren.“

 

„An der Basis erlebe ich wöchentlich Fälle die so nicht hinnehmbar sind. Hier erhoffe ich mir viel von Horst Seehofer und lehne ihn nicht pauschal ab.“

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„wir wurden nicht gefragt“

 

Eine unübersehbare Mehrheit der Ehrenamtlichen, 97,4%, haben gegen einen Innenminister Seehofer gestimmt. Sie befürchten, dass nun die ehrenamtliche Integrationsarbeit erschwert wird und Integrationsbemühungen noch stärker behindert werden. Sie sind in Sorge um Ihre Patenkinder, um die Geflüchteten, die sie seit Monaten voller Herzblut betreuen. Mr. Obergrenze wird die Gesellschaft weiter polarisieren:

 

Exemplarische Antworten der Befragten: „Ja, es geht bergab…“

 

Des Weiteren wollte der Bundesverband ein Votum einholen, wie es jetzt in der Flüchtlingsarbeit weitergehen soll? Die Ehrenamtlichen konnten dabei auswählen, ob der Bundesverband nach wie vor Sinn macht und der Aufbau des Verbandes unbedingt fortgesetzt gehört? Oder ob ein Bundesverband derzeit unter solchen politischen Voraussetzungen keinen Sinn mehr macht und der weitere Aufbau des Verbandes in diesem Falle für 4 Jahre ruhen sollte? Eine bewegende Mehrheit der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer, 96,4%, wünschen sich weiterhin eine unabhängige, gemeinsame Verbandsstimme und setzen ihre Hoffnungen auf den weiteren Ausbau des Bundesverbandes. Allerdings einen kleinen Dämpfer ergab die Umfrage auch. Lediglich 12 % sehen sich in der Lage Ämter im Verband aktiv zu übernehmen.

 

Nichtsdestotrotz gibt es ausreichend Bewerbungen um am 24.März in Nürnberg den 1.Landesverband der Ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer in Bayern aus der Taufe zu heben und einen Landesvorstand zu wählen: https://www.unserveto.de/unser-veto-vor-ort/

 

Der Bundesverband hofft so auf einen Dominoeffekt, dass weitere Landesverbände landauf landab gegründet werden und der Bundesverband in Zukunft damit von der Politik nicht mehr übergangen werden kann. Der Bundesverband der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer ist zuversichtlich, wie einst in 2015, „Deutschland wieder zu bewegen“.

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Gerne können Sie auch weiterhin an der bundesweiten Abstimmung teilnehmen (Fragen bitte mit einem X ankreuzen):

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Diese Abstimmung können Sie auch als Link an Ihre ehrenamtliche Kollegen weiterleiten:   https://www.unserveto.de

 

Unterstützen Sie uns, indem Sie weitere Helferkreise und Initiativen für eine kostenfreie Mitgliedschaft im Bundesverband gewinnen. Selbstverständlich können Sie auch einzeln beitreten:   https://www.unserveto.de/freie-mitgliedschaft/

2018 wollen wir die ersten Landesverbände initiieren.

Liebe bayerischen Helferkreise, liebe Ehrenamtliche, wir möchten Sie herzlichst zur ersten gesellschaftspolitischen Landesversammlung einladen. Am Samstag, den 24.März 2018 wollen wir in Nürnberg einen Landesvorstand wählen sowie über unsere Zukunft an einer Teilnahme am gesellschaftspolitischen Diskurs über Asylrecht und Integration diskutieren. Wie soll es mit uns Ehrenamtlichen weitergehen, wenn die CSU den nächsten Bundesinnenminister stellt? Ausgerechnet Mister Obergrenze in Person, Horst Seehofer, wird Herr über das BAMF, über Asyl und Abschiebung. Am 24.März wollen wir in Nürnberg mit Delegierten aus allen bayerischen Landkreisen den ersten Landesvorstand wählen. Dabei werden wir zunächst den Jahresbericht des Bundesverbandes und die weitere Planung vorstellen. Der Besuch des Hauptquartiers des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge verbunden mit einer Kranzniederlegung für verlorene Menschlichkeit stehen ebenso auf dem Programm.

 

Im Sommer wollen wir weitere Landesverbände in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg in die Wege leiten. Wenn Sie in Ihrem Bundesland mithelfen wollen und vor Ort geeignete Räumlichkeiten für bis zu 100 Ehrenamtliche organisieren können, dann setzen Sie sich bitte als bald mit uns in Verbindung.

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